Herkunft & Standort
Die Echte Engelwurz stammt aus dem hohen Norden –
aus
Regionen wie Island, Skandinavien und bis hinauf nach Grönland. Für die Saami
und die nordischen Völker war sie seit jeher eine wichtige Gemüse- und
Heilpflanze, die im rauen Klima Nahrung und Medizin bot.
In ihrer Heimat Island wird sie bis heute die „Königin der Berge“ genannt.
Die Engelwurz liebt ein kühles, frisches Klima und wächst am
liebsten dort, wo Wasser in Bewegung ist: an Bächen, in Auen, auf feuchten
Wiesen und in lichtdurchfluteten Waldsäumen.
Sie bevorzugt tiefgründige, humusreiche Böden und fühlt sich gleichermaßen in
Sonne wie in Halbschatten wohl.
Verwendete Pflanzenteile und Sammelzeit
Die Engelwurz schenkt uns im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Pflanzenteile zu verschiedenen Zeiten:
-
- Die Blätter werden idealerweise vor der Blüte geerntet, wenn ihre aromatischen Stoffe am kräftigsten sind.
- Die Wurzel wird traditionell im Herbst des ersten Jahres ausgegraben – dann ist sie besonders reich an ätherischen Ölen, Bitterstoffen und Kraft.
- Die Samen sammelt man, sobald die Dolden vollständig ausgereift sind und sich leicht lösen.
Engelwurz wird oft als „Botin des Lichts“ beschrieben. Wie das Johanniskraut scheint auch sie die Wärme und das Licht der Sonne in sich zu sammeln.
Diese Qualität spiegelt sich in ihren nahezu kugeligen Blütendolden, die wie kleine, leuchtende Sonnensphären über der Pflanze schweben – eine deutliche Signatur ihrer Zuordnung zum Sonnenprinzip.Hinweis & Vorsicht
Beim Sammeln ist Vorsicht geboten: Gelangt frischer Pflanzensaft auf die Haut und trifft dort auf Sonnenlicht, kann es zu einer schmerzhaften, teils langanhaltenden phototoxischen Reaktion kommen – mit Rötungen, Blasenbildung und Brennen.
Darum wird Engelwurz traditionell bevorzugt bei bedecktem Himmel oder am frühen Morgen geerntet.
Auch bei der inneren Anwendung sollte intensive UV-Belastung gemieden werden, da die in der Pflanze enthaltenen Furanocumarine eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auslösen können.
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Inhaltsstoffe & Wirkweisen
Die Engelwurz enthält reichlich ätherische Öle, die ihr den warm-würzigen Duft und ihre anregende, durchwärmende Kraft verleihen. Dazu kommen Bitterstoffe, Gerbstoffe, Cumarine (u. a. Angelicin, Archangelicin), etwas Stärke, Zucker und Furanocumarine.
Gemeinsam sorgen diese Stoffe für eine vielseitige Wirkung:
Sie regen Verdauung und Magensaftproduktion an, lösen Krämpfe, erwärmen den
Körper, fördern Schleimlösung in den Atemwegen und bringen stagnierende
Prozesse wieder in Fluss. Gleichzeitig wirken sie leicht schweißtreibend,
harntreibend, reinigend und nervenstärkend.
Naturheilkundliche Anwendungen
Die Engelwurz gehört zu jenen alten, nordischen Heilpflanzen, die Wärme, Kraft und Bewegung in den Körper bringen. Sie wurde in der Volksheilkunde fast für alles genutzt, was mit Kälte, Schwäche oder Stagnation zu tun hatte – sei es im Bauchraum, in der Brust, im Becken oder im Gemüt. Ihre Wirkung ist immer ein Zusammenwirken aus Bitterkeit, aromatischer Wärme und einer tiefen, durchdringenden Fähigkeit, festgefahrene Prozesse wieder in Fluss zu bringen.
Viele Menschen beschrieben früher, dass ein kleines Stück der Wurzel in der Jackentasche ein guter Begleiter in Erkältungs- und Grippezeiten sei – nicht nur wegen der immunstärkenden Wirkung, sondern weil die aromatischen Stoffe den ganzen Körper zu beleben scheinen.
Die Engelwurz ist ein klassisches Amarum aromaticum (aromatisches Bitterstoffmittel) für einen „kalten“, müden Verdauungstrakt. Sie regt Magensäfte und Galle an, wärmt den Bauchraum und hilft, wenn Verdauung und Darmbewegung träge geworden sind.
Das zeigt sich typischerweise in Völlegefühl, Blähungen, krampfartige Beschwerden, langsame Verdauung oder das schwere Gefühl nach dem Essen. Ihre Bitterstoffe und aromatischen Öle geben dem Bauch wieder Feuer und Leichtigkeit und unterstützen die Ausscheidung.
Als „Brustwurz“ wurde die Engelwurz bei verschleimten Atemwegen eingesetzt. Die aromatischen, warmen Öle verflüssigen hartnäckigen Schleim, erleichtern das Abhusten und entspannen die Atemmuskulatur.
Besonders hilfreich ist sie, wenn Husten produktiv werden soll, aber „nichts in Gang kommt“, oder wenn Erkältung und Fieber feststecken und der Körper nicht richtig ins Schwitzen findet, hilft ein wärmender Engelwurz Tee, um Wärme, Atmung und Schweißfluss wieder miteinander zu verbinden.
Die Engelwurz wirkt stark bewegend und wärmend im Beckenraum. Sie wird traditionell genutzt, wenn die Menstruation verspätet oder stockend ist, wenn Krämpfe auftreten oder das Blut dunkel und geronnen erscheint. Sie regt die Durchblutung an, löst Verkrampfungen und unterstützt die Gebärmutter darin, ins Fließen zu kommen.
Wichtig: Aufgrund ihrer menstruationsfördernden Wirkung wird sie nicht während der Schwangerschaft verwendet.
Ihr alter Name „Angstwurz“ beschreibt bereits viel: Die Engelwurz begleitet Menschen, die sich kraftlos, mutlos oder innerlich unruhig fühlen.
Sie wirkt ausgleichend bei Nervosität, Lampenfieber oder Prüfungsangst und stärkt jene, die Halt suchen und trotzdem Weite und Atem brauchen.
Sie erdet und erhebt zugleich –so wie ihre Wuchsform, die zwischen tiefer Wurzelkraft und himmelwärts strebenden Dolden vermittelt.
Bei Kälte, Steifheit und Spannung im Bewegungsapparat bringt die Engelwurz Wärme und Bewegung in Muskeln und Gelenke. Sie wird bei rheumatischen Beschwerden, Muskelverspannungen, Neuralgien und „kalten Gelenken“ genutzt.
Auch äußerlich – in Bädern, Ölen oder Einreibungen – entfaltet sie ihre durchwärmende, entspannende Kraft.
Leber & Blut
Ihre Bitterstoffe unterstützen Leber, Galle und den gesamten
Stoffwechsel. Die Engelwurz hilft, wenn sich im Bauch- und Beckenraum Schwere
oder Druck sammelt und wenn das Blut – im übertragenen Sinne – „zu dick“ oder
stagnierend wirkt. Auch hier bringt sie Bewegung in festgefahrene Prozesse und
unterstützt die Reinigungs- und Ausscheidungskräfte des Körpers.
Schutz & Übergänge
Traditionell galt die Engelwurz als Schutzkraut gegen Krankheit, Angst und „schwere Einflüsse“. In vielen Regionen wurde als Amulett (mit) getragen.
Ihr Name deutet es an: Die Engelwurz galt immer schon als Pflanze der Engel, als Schutz- und Schwellenkraut.
In vielen Kulturen wurde sie bei Übergängen eingesetzt und begleitet Menschen „zwischen den Welten“, ob bei Geburt, Neuanfang, Umzug oder Tod.
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Signatur, Wesen & seelische Wirkung
Zwischen Himmel und Erde
Die Engelwurz ist eine Pflanze, die wie kaum eine andere das Bild zwischen Himmel und Erde verkörpert. Aus einer tief verankerten, kräftigen Pfahlwurzel erhebt sie ihren hohlen, lichtdurchlässigen Stängel und trägt an dessen Ende jene großen, fast kugeligen Dolden, die in alle Richtungen strahlen.
Diese Signatur soll uns helfen, auf der Erde geerdet zu bleiben, während wir gleichzeitig mit der geistigen Welt verbunden sind.
Sie kennt also das Dunkle der Erde und das Licht des Himmels
- und so schenkt sie uns Schutz, Kraft und Aufrichtung
Ihr Erscheinungsbild wirkt wie eine Brücke – unten fest und erdig, oben licht,
weit und offen.
So vermittelt sie auch innerlich zwischen Materie und Geist, zwischen Erde und
Himmel.
Solare Kraft
Die kugelförmigen Dolden erinnern selbst an kleine Sonnensphären – ein deutliches Bild für Durchlichtung, Vitalität und innere Klarheit.
Element Luft
Gleichzeitig trägt die Engelwurz wie alle Doldenblütler die
Signatur des Luftelements:
der hohle Stängel, die feinen Verzweigungen ihrer Dolden, der aromatische Duft,
der sich ausbreitet.
Luft steht für Atem, Bewegung und Weite – und genau das bringt die Engelwurz in
Körper und Seele: Sie öffnet, erleichtert und lässt stagnierte Prozesse wieder
fließen, besonders im Brust- und Atemraum.
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Seelische Qualität
Als Schutz- und Übergangspflanze begleitet sie Menschen in Zeiten des Wandels. Sie schenkt Halt, wenn der Boden fehlt, und Licht, wenn innere Räume sich verdunkeln. Sie kann das Empfinden stärken, dass man geführt, getragen oder angebunden ist, gerade dann, wenn menschliche Strukturen weggebrochen sind. Und erinnert daran, dass wahre Größe nicht im „Hoch hinaus“ beginnt, sondern im Geerdet-Sein. Erst wenn die Wurzel Sicherheit gibt, kann der Stängel sich zum Himmel strecken und die Blütensphäre sich öffnen.
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